Flash-to-Flash-to-Cloud – Warum das Band (endlich) ausgedient hat

Flash für Backups? Vielleicht denken Sie jetzt, das ist verrückt. Und ehrlich gesagt haben wir das zuerst auch gedacht, als wir von Kunden hörten, die FlashBlade™ kauften, unseren High-Performance-Data Hub, um es für Backups zu verwenden. Das Backup, einer der am wenigsten strategischen Teile des IT-Budgets, schien nicht zu den anderen Analyse-Workloads – Data Warehouse, Data-Lake, Streaming-Analyse und KI-Cluster – zu passen, die Kunden ebenfalls auf FlashBlade ausführten.

Aber als wir mit ihnen sprachen, brachten sie uns nicht nur von der Vorstellung ab, Flash für Backup sei verrückt, sondern sie überzeugten uns auch, dass sich der Backup-Markt an einem Wendepunkt befindet, an dem Flash und Cloud eine umwälzende Rolle spielen. Während es beim Backup früher lediglich darum ging, die Kosten für eine gute Kopie zu minimieren, dient es heute dazu, Daten verfügbar zu machen. Aus der Wiederherstellung wurde ein Erstellungsprozess!

Flash für Backups?

Weshalb haben unsere Kunden also begonnen, Flash für Backups zu verwenden? Brauchen sie wirklich die Performance von Flash? Und ist Flash nicht zu teuer für Backups? Tatsächlich haben diese Kunden Flash nicht wirklich für Backups an sich verwendet; sie benutzten es für die Wiederherstellung. Und sie benutzten Flash, um Backup-Daten für DR, Tests/Entwicklung und Wiederverwendung in der Cloud umzufunktionieren.

In den letzten zehn Jahren befanden sich diese Kunden in einem regelrechten Datenschutzsturm. Es fand im Prinzip eine kambrische Explosion von Daten statt, bei der Datensätze statt mehrerer Terabyte bald mehrere Petabyte und noch größere Datenvolumina umfassten. Gleichzeitig hat die Einführung von Flash zu neuen Performance-Erwartungen an Rechenzentren geführt. Und schließlich werden Daten immer wichtiger und werden zur Grundlage vieler moderner Unternehmen. Die Kombination dieser Entwicklungen führte dazu, dass inzwischen aggressive RTOs, die zuvor auf die kritischsten Workloads beschränkt waren, zum neuen Standard für die meisten Produktions-Workloads geworden sind.

Aber die Folge war, dass sie nicht ihren Backup-Anforderungen und, was noch wichtiger ist, den Wiederherstellungs-SLAs entsprachen. Und wie sich herausgestellt hat, sind sie damit nicht allein: Die Backup-Erfolgsraten liegen heute zwischen 75 und 85 Prozent und selbst bei erfolgreichem Backup entsprechen 20 % der Wiederherstellungen nicht dem Geschäfts-RTO. Die von unseren Kunden und vielen anderen verwendeten Disk-to-Disk-to-Tape-Backup-Architekturen konnten mit dem fortschrittlichen und konstanten Datenfluss, den sie heute schützen sollen, nicht mehr Schritt halten. Diese alten Modelle einfach zu skalieren, mag vorübergehend Aufschub geben, kann aber nicht die zugrunde liegenden Herausforderungen lösen.

Disk-to-Disk-to-Tape ist am Ende

Die Backup-Architektur, die die meisten Kunden einsetzen, umfasst sowohl die Festplatte als auch das Band. Bei dieser Disk-to-Disk-to-Tape-Backup-Strategie (auch D2D2T) wird eine Kopie der Daten zunächst auf einer plattenbasierten Backup-Appliance und dann auch auf Band gespeichert. Die Festplattenkopie bietet eine bessere Wiederherstellungs-Performance als Band allein. Da Festplatten teurer sind als Bänder, nutzen Backup-Appliances die Deduplizierung, um eine relativ kostengünstige plattenbasierte Backup-Lösung bereitzustellen. Selbst deduplizierte Festplatten sind noch immer nicht so günstig wie das Band, aber sie decken genug ab, dass die Kostendifferenz durch die Verbesserungen beim Management mehr als gerechtfertigt ist. Dieser Disk-to-Disk-to-Tape-Ansatz ermöglichte eine schnellere Datenwiederherstellung von der Backup-Appliance und nutzte das Band für die langfristige Speicherung.

D2D2T half bei der Lösung einiger der Managementprobleme von Bändern; man muss nicht mehr nach Bändern suchen, um eine Wiederherstellung durchzuführen, und man muss sich nicht mehr besorgt fragen, ob man einen vollständigen Backup-Satz hat. Und da Backup-Appliances Festplatten zum Speichern von Backups verwendeten, verbesserten sie auch die Wiederherstellungszeiten, sodass Datensätze aus mehreren Terabyte innerhalb von Stunden wiederhergestellt werden konnten.

Disk-to-Disk-to-Tape hat das Backup verglichen mit früheren Methoden stark modernisiert, führte aber zu neuen Herausforderungen bei der Verwaltung und dem Umgang mit Backup-Appliances, da diese nicht gut skalierbar sind. Wenn eine Appliance voll ist, müssen Sie eine weitere kaufen, und wenn diese voll ist, noch eine weitere. Aber jede Appliance, die Sie hinzufügen, bedeutet eine neue Deduplizierungs- und Verwaltungszone, was zu Ineffizienzen führt.

Und vor allem gilt: Obwohl sie schneller sind als Bänder, sind die meisten Backup-Appliances bei der Wiederherstellung von Daten ineffizient. Sie sind so konzipiert, dass sie Backup-Daten so schnell wie möglich aufnehmen, aber die Wiederherstellungs-Performance ist zweitrangig. Um eine schnellstmögliche Wiederherstellung zu ermöglichen, sollten Sie in der Lage sein, Daten so schnell bereitzustellen, wie der primäre Storage sie konsumieren kann. Aber wenn die Festplatten der Appliance voller werden, kann die Wiederherstellungsgeschwindigkeit noch langsamer werden, sodass es auch schwierig ist, ein effizientes System aufrechtzuerhalten.

Nebenbei bemerkt haben Nostalgie und die Verbreitung in Filmen wie „Guardians of the Galaxy“ kürzlich zu einem Anstieg der Verkaufszahlen von Tonbändern geführt, deren Absatz 2017 um 136 % wuchs. Das bedeutet aber wahrscheinlich nicht, dass es demnächst wieder viele Skinny-Jeans-tragende Hipster als IT-Administratoren gibt, die Milchkaffee trinken, während sie darauf warten, dass ihre Daten langsam vom Band wiederhergestellt werden.

Warum Flash die Festplatte für Backup UND Wiederherstellung ersetzt

Flash bietet Performance-Steigerungen um mehrere Größenordnungen gegenüber sich drehenden Magnetplatten. Flash-Backups und Wiederherstellungen mit hoher Performance können verwendet werden, um der Geschwindigkeit von All-Flash-Produktionssystemen zu entsprechen, die so schnell wiederherstellen, wie die Produktionssysteme die Daten konsumieren können. Und Flash-Backups können auch verwendet werden, um mehr gleichzeitige Server-Backups zu ermöglichen, wodurch eine bessere Auslastung bei gleichem Umfang ermöglicht wird. Und durch die Kopplung von Flash mit Datenreduktion können wir eine hohe Wirtschaftlichkeit UND eine hervorragende Wiederherstellungs-Performance erzielen. Wenn Ihr Problem in verpassten Backup-Zeitfenstern oder Wiederherstellungs-SLAs besteht, lautet die Lösung Flash-to-Flash.

Pure Storage® FlashBlade™ ist eine Flash-Plattform der nächsten Generation, die mit dem Fokus auf Bandbreite konzipiert wurde und eine beispiellose Performance für eine Vielzahl von Workloads bietet, einschließlich Backups und schneller Wiederherstellung. Im Gegensatz zu Produkten anderer Hersteller übertrifft die Wiederherstellungs-Performance von FlashBlade die von Backups. Ein FlashBlade mit 75 Blades liefert eine maximale Backup-Performance von 90 TB/h und eine Wiederherstellungs-Performance, die bei 75 GB/s 3-mal höher ist. Und das bezieht sich übrigens auf Einheiten mit nur 20 Racks.

FlashArray™-Snapshots können direkt auf FlashBlade gesichert werden, wo sie persistent gespeichert und für eine schnelle Wiederherstellung verwendet werden können, bei der ein neuer Snapshot-Typ, ein so genannter Portable Snapshot, zum Einsatz kommt, bei dem Snapshot-Metadaten im Snapshot zusammengefasst werden. So kann dieser überall abgelegt werden.

Schnelle Wiederherstellung mit FlashBlade

Nachdem wir erkannt haben, wie und warum unsere Kunden FlashBlade beim Schutz von Daten einsetzen, haben wir Lösungen für schnelle Wiederherstellungen (Rapid Restore-Lösungen) entwickelt, die alle wichtigen Datenbanken unterstützen, sowie Lösungen mit sowohl den traditionellen und als auch mit neueren Datenschutzanbietern. Rapid Restore ist nicht einfach „eine“ Lösung, sondern es ist eine Sammlung aus mehr als 10 unterschiedlichen Anwendungsfällen für Backup/Recovery, und die Liste wächst immer weiter.

Die Rapid Restore-Lösungen für Datenbanken sind schnell. WIRKLICH schnell. Ein einzelnes FlashBlade kann eine Backup-Rate von 15 TB/h und eine Wiederherstellungsrate von fast 50 TB/h unterstützen. Mit einer Datenreduktion von fast 3:1 bei einem Oracle RMAN-Backup auf FlashBlade können Datenbankadministratoren ihre Datenbankwiederherstellungen jetzt in Minuten und Stunden statt in Tagen durchführen.

Wir haben auch Lösungen, bei denen FlashBlade als Ziel für traditionelle Datenschutzsoftware eingesetzt werden kann, um eine verbesserte Performance auf kleinerer Fläche zu erzielen. Durch das Ergänzen der integrierten Kompressionsfunktionen von FlashBlade mit Datenschutzpartner-Funktionen wie Deduplizierung, Replizierung und Cloud-Tiering können Benutzer ihre Backup-Infrastrukturen hinsichtlich Performance, Kapazität und Ausfallsicherheit optimieren.

Flash-to-Flash-to-Cloud für eine vollständige, moderne Lösung

Aber es gibt noch einen weiteren Teil des Backup-Problems. Obwohl unsere Kunden FlashBlade effektiv nutzten, um Rapid Restore-Funktionen bereitzustellen, mussten sie immer noch große Datenmengen zwecks Datenspeicherung und Compliance extern speichern – und dies erfolgte weiterhin auf Band. Wie bereits erwähnt, ist das Band komplex und langsam – aber das eigentliche Versagen des Bandes besteht darin, dass Ihre Daten irgendwo offline weggesperrt sind und keinen Mehrwert für Ihr Unternehmen darstellen.

Die Lösung besteht darin, das Band endlich durch kostengünstigen Cloud-Object-Storage wie beispielsweise Amazon S3 zu ersetzen. Dies ist das neue Flash-to-Flash-to-Cloud-Backup-Paradigma (F2F2C). Um Kunden zu helfen, ihren Weg zu diesem neuen Backup-Paradigma zu beschleunigen, bietet Pure Storage seinen Kunden einige alternative Lösungen. CloudSnap ist in Pure Storage FlashArray integriert und bietet Funktionen zum Ablegen portabler Snapshots auf anderen FlashArrays, FlashBlade oder anderen NFS-Geräten, oder direkt in der Cloud. Die Snapshot-Technologie ist großartig, aber Sie möchten wissen, wie es mit dem Datenschutz beim Backup steht?

Wir stellen vor: Pure Storage ObjectEngine™: Datenschutzplattform aus Flash und Cloud

Wir stellen die erste F2F2C-Plattform der Branche vor, Pure Storage ObjectEngine. Sie ist aus Flash und Cloud entstanden, um den Datenschutz zu modernisieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Disk-to-Disk-to-Tape-Architekturen bietet ObjectEngine eine schnelle Wiederherstellung, spart Geld durch die Wirtschaftlichkeit der Cloud und ermöglicht die Wiederverwendung von Daten für Web-Services wie DSGVO, Analysen und KI.

Die ObjectEngine-Plattform besteht aus zwei Produkten, ObjectEngine//A und ObjectEngine Cloud. ObjectEngine//A ist ein lokales System, das nahtlos zwischen Anwendungen und einem Backend-Objektspeicher integriert ist und auf transparente Weise die Inline-Deduplizierung und -Verschlüsselung von Daten durchführt, um die Kosten für Storage und Datenübertragung um bis zu 97 % zu senken. In Kombination mit einem FlashBlade Scale-Out-Storage-System, das allein schon eine schnelle Wiederherstellung aus seinem All-Flash-Objekt-Storage ermöglicht, können die Recovery Time Objectives (RTOs) weiter gesenkt werden, wodurch eine schnelle Wiederherstellung von Daten im Notfall ermöglicht wird. ObjectEngine//A wird im ersten Quartal 2019 allgemein verfügbar gemacht.

Der ObjectEngine//A-Basis-Cluster kann mit seiner nativen Cloud-Scale-Out-Architektur bis zu 25 TB/h an Backup- und bis zu 15 TB/h an Datenwiederherstellungs-Performance liefern. ObjectEngine kann Hunderte von Petabyte (PBs) an Daten in einem einzigen Namensraum über den lokalen Objekt-Storage, die Cloud und die Hybrid-Cloud hinweg verwalten, wodurch Datensilos eliminiert werden und der Verwaltungsaufwand sowie der Zeitaufwand für Innovationen bei Wertschöpfungs-Workloads reduziert wird.

ObjectEngine Cloud ist ein Cloud-basiertes Software-Angebot, das Scale-Out-Funktionen in der Cloud bereitstellt. Mit ObjectEngine Cloud können Unternehmen die Gelegenheiten nutzen, Daten für Web-Services wiederzuverwenden. Es wird voraussichtlich im Laufe der zweiten Jahreshälfte von 2019 allgemein verfügbar werden.

Heizen Sie Ihren kalten Daten ein

Wenn Sie Ihre Backup-Daten in die Cloud bekommen, können Sie anfangen, darüber nachzudenken, wie Sie Ihre Daten für Migration, Entwicklung/Tests, Analysen usw. wiederverwenden können. Da ObjectEngine Cloud für den Betrieb in der Cloud entwickelt wurde, können Sie die Cloud-Edition Ihrer Backup-Software nutzen, um eine Wiederherstellung komplett in der Cloud durchzuführen. In Zukunft werden Sie auch in der Lage sein, Ihre Daten im Cloud Block Store von Pure oder in Ihrem bevorzugten Amazon-Datenservice wiederherzustellen. So erzielen Sie aus Daten, die einst als kalte Daten auf einem Band irgendwo nutzlos herumlagen, einen geschäftlichen Mehrwert, indem Sie sie in einer Vielzahl von Web-Services nutzen.

Mehr erfahren

Erfahren Sie, wie Pure Storage ObjectEngine Ihnen dabei helfen kann, eine moderne Flash-to-Flash-to-Cloud-Backup-Strategie für einen auf der kostengünstigen Cloud basierenden Datenschutz mit schnellerer Wiederherstellung und minimalem Verwaltungsaufwand einzuführen. Lesen Sie auch den Forbes-Artikel von Steve McDowell, um zu erfahren, was er über ObjectEngine von Pure denkt.